Dichtehöhe und Leistungseinflüsse
Was ist Dichtehöhe?
Dichtehöhe (Density Altitude, DA) ist die Höhe in der Standardatmosphäre, bei der die gleiche Luftdichte herrscht wie am aktuellen Ort. Sie beschreibt, wie sich die Luft „anfühlt“ — dünnere Luft = höhere Dichtehöhe.
Berechnung: DA = Druckhöhe (Pressure Altitude) + Temperaturkorrektur. Faustformel: Pro 1 °C wärmer als ISA erhöht sich die DA um ca. 120 ft. ISA bei MSL: 15 °C, Temperaturgradient: −2 °C pro 1000 ft.
Auswirkungen auf die Flugleistung
Hohe Dichtehöhe bedeutet: weniger Luftdichte → (1) Weniger Auftrieb bei gleicher IAS – höhere wahre Geschwindigkeit (TAS). (2) Weniger Motorleistung – Saugmotor bekommt weniger Luft. (3) Weniger Propellereffizienz.
Konsequenzen: Längere Start- und Landestrecken, geringere Steigrate (im Extremfall = 0), höhere wahre Stallgeschwindigkeit (gleiche IAS). Besonders kritisch an hochgelegenen Flugplätzen an heißen Tagen — sogenannte „Hot and High“-Bedingungen.
Praktischer Umgang
Vor dem Flug: Dichtehöhe berechnen und Leistungsdiagramme damit ablesen. An heißen Tagen: Frühmorgens fliegen (kühlere Luft = niedrigere DA). Beladung reduzieren. Gegebenenfalls längere Bahn auswählen.
Im Flug: Beachten, dass der Steig- und Reiseflug bei hoher Dichtehöhe schlechter ausfällt als erwartet. Service Ceiling wird früher erreicht. Turbulenzen und Auftriebsverlust über bergigem Gelände werden durch hohe DA verstärkt.
- Dichtehöhe = Druckhöhe korrigiert um Temperaturabweichung
- +1 °C über ISA ≈ +120 ft Dichtehöhe
- Hohe DA: weniger Auftrieb, weniger Motorleistung, weniger Propellereffizienz
- Längere Strecken, geringere Steigrate, höhere TAS
- Hot and High: frühmorgens fliegen, Beladung reduzieren
- 1Wie berechnen Sie die Dichtehöhe?
- 2Welche drei Effekte hat hohe Dichtehöhe auf die Flugleistung?
- 3Was können Sie tun, um die Auswirkungen hoher Dichtehöhe zu minimieren?