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Landeleistung

25 min

Landestrecke und Landerollstrecke

Landestrecke (Landing Distance Required, LDR): Vom Überqueren des 50-ft-Hindernisses bis zum Stillstand. Landerollstrecke (Landing Ground Roll): Vom Aufsetzen bis zum Stillstand. Beide Werte im POH für Standardbedingungen.

Die Landegeschwindigkeit ist proportional zur Wurzel der Masse: 10 % mehr Masse ≈ 5 % höhere Anfluggeschwindigkeit ≈ 10 % längere Landestrecke. Leichteres Flugzeug = kürzere Landung.

Einflussfaktoren

Wind: Gegenwind verkürzt die Landestrecke erheblich (geringere Groundspeed). Rückenwind verlängert drastisch. Dichtehöhe: Höhere DA = höhere TAS bei gleicher IAS = längere Landestrecke. Effekt ist geringer als beim Start (kein Leistungseinfluss).

Bahnzustand: Nass = Aquaplaning-Gefahr, längerer Bremsweg. Gras = mehr Rollreibung (kann kürzer oder länger sein je nach Zustand). Bahnneigung: Landung bergauf begünstigt kürzere Strecke. Klappen: Volle Klappen = steilerer Anflug, niedrigere Geschwindigkeit, kürzere Landung.

Sicherheitsfaktoren und Durchstarten

EASA-Empfehlung: Sicherheitsfaktor 1,43 auf die POH-Landestrecke. Die faktorisierte Strecke muss in die verfügbare Landebahn passen. Bei nasser Bahn: zusätzlich Faktor 1,15.

Go-Around (Durchstarten): Wenn die Landung nicht sicher ist — sofort Vollgas, Steigflug einleiten, Klappen stufenweise einfahren. Entscheidung früh treffen! Lieber einmal zu viel durchstarten als eine unsichere Landung riskieren.

Kernpunkte
  • LDR: 50 ft bis Stillstand. Landing Roll: Aufsetzen bis Stillstand
  • 10 % mehr Masse ≈ 10 % längere Landestrecke
  • Rückenwind verlängert Landestrecke drastisch
  • Sicherheitsfaktor 1,43 (trocken), zusätzlich 1,15 (nass)
  • Go-Around-Entscheidung früh treffen!
Selbsttest
  1. 1Welche Faktoren beeinflussen die Landestrecke?
  2. 2Welchen Sicherheitsfaktor empfiehlt EASA?
  3. 3Wann entscheiden Sie sich für ein Durchstartmanöver?
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